Top-Technologien
Die Friedhelm Loh Group - Der Lösungsanbieter für die Wertschöpfungskette im Steuerungs- und Schaltanlagenbau.

Rittal – Digitalisierung des Steuerungs- und Schaltanlagenbaus

Seit der Gründung im  Jahr 1961 hat sich Rittal kontinuierlich zum weltweit führenden Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung, IT-Infrastruktur sowie Software und Service entwickelt.

JETZT ZUR AUFGABE VON RITTAL: AUTOMATISIERUNG DES BESTÜCKUNGSPROZESSES IM STEUERUNGS- UND SCHALTANLAGENBAU

Heute bietet Ihnen “Rittal – Das System.” eine perfekt abgestimmte Systemplattform. Sie vereint innovative Produkte, zukunftsweisende Engineering-Lösungen und weltweiten Service für vielfältige Anforderungen. Und dies in unterschiedlichsten Branchen – vom Maschinen- und Anlagenbau über die Automobilindustrie bis hin zur Informationstechnologie. Während unsere Produkte in den genannten Branchen zum Einsatz kommen, so stehen diese Betriebe jedoch als Endanwender am Ende der industriellen Wertschöpfungskette. Größter Direktkunde und damit auch eine wichtige Zielgruppe für Rittal ist die Elektro-/ Automatisierungsindustrie bzw. der Steuerungs- und Schaltanlagenbau.
Allein in Deutschland sind rund 60.000 Unternehmen im Steuerungs- und Schaltanlagenbau tätig. Die Herausforderungen im Steuerungs- und Schaltanlagenbau — egal welcher Größe — sind prinzipiell immer die gleichen: Die Unternehmen haben volle Auftragsbücher und stehen unter hohem Kostendruck. Sie können diesen in der Regel nicht weitergeben und müssen ihn intern kompensieren. Hohe Personalkosten für erfahrene Facharbeiter, geringere Margen an den Geräten und Komponenten, hohe Varianz in der Kundenanforderung sowie zunehmender Wettbewerb aus Niedrigpreisländern sind u. a. Gründe, weshalb sich der Kostendruck im Steuerungs- und Schaltanlagenbau insgesamt erhöht. Hinzu kommt, dass hochqualifizierte und hochbezahlte Arbeiter oftmals einfache Installationsarbeiten durchführen und der Mangel an diesen Arbeitskräften die Skalierung der Produktionskapazitäten zusätzlich erschwert. Weitere Herausforderungen sind späte Änderungen an den zu fertigenden Anlagen, die zu zusätzlichen Aufwendungen und Kosten führen, sowie manuelles Arbeiten. Auch im Zeitalter von Industrie 4.0 ist der Schaltschrankbau noch sehr stark geprägt von manuellen Tätigkeiten und Insellösungen. Es herrscht kein durchgängiger und nahtloser Datenfluss und Prozessdaten werden vielfach redundant erstellt, gepflegt und manuell synchronisiert. Manuelles und redundantes Tun führt zu hohen Fehlerraten und langen  Fertigungszeiten.
Letztendlich wächst aufgrund dieser Gegebenheiten die Erkenntnis, dass trotz voller Auftragsbücher etwas unternommen werden muss, aber es fehlt die Zeit, sich um diese Optimierungen zu kümmern. Zudem mangelt es an geeigneten Automatisierungslösungen und an Informationen und Daten, die für die Automatisierung von Prozessen genutzt werden können.
Gemeinsam mit den Schwesterunternehmen Eplan und Cideon hat es sich Rittal deshalb zum Ziel gesetzt, den Steuerungs- und Schaltanlagenbau weltweit zu automatisieren, d.h. die Prozesse zu beschleunigen, Gewinnspannen zu erhöhen, Personalkosten zu senken und Lieferzeiten zu verringern.

Einen entscheidenden Lösungsansatz sehen wir in einer ganzheitlichen Optimierung der Wertschöpfungsprozesse durch ein Virtual Prototyping mit einem durchgängigen Datenkonzept und einem automatisierten Schaltschrankbau. Während für einen Schrank, der auf herkömmliche Weise aufgebaut wird, ca. 58 Stunden benötigt werden, so lässt sich der gleiche Schrank bei Einsatz von Virtual Prototyping und Automatisierungslösungen in nur 34 Stunden und weniger fertigstellen.
Maßgeblich ist hierbei, dass die in der Planungsphase erzeugten Daten für den virtuellen Prototyp durchgängig während des gesamten Ablaufs zur Verfügung stehen. Mit Ihnen lassen sich die auf die Planung folgenden Schritte steuern.
Zeitintensive Fertigungsprozesse wie die Konfektionierung von Verdrahtungsleitungen, die Betriebsmittelbeschriftung, der Klemmleistenaufbau, die mechanische Bearbeitung oder die Verdrahtung lassen sich durch die im virtuellen Prototypen enthaltenen Fertigungsdaten deutlich reduzieren. Ein 3D-Prototyp ermöglicht, Fertigungsdokumente und Fertigungsdaten automatisiert zu erstellen und durchgängig zu ändern – auch „in letzter Minute“.
Der virtuelle Prototyp entsteht im Rahmen des Engineerings / der Elektroprojektierung. Rittal, Eplan und Cideon sorgen in dieser Planungsphase für eine nahtlose Verknüpfung Ihrer verschiedenen Engineering-Lösungen und Konfiguratoren: von der Schaltplanerstellung (Eplan Electric P8), dem 3D-Schaltschrankaufbau (Eplan Pro Panel) und der Schaltschrankkonfiguration (Rittal Configuration System) über die Klimatisierungsberechnung (Rittal Therm) bis zum Routing und der Bereitstellung von kaufmännischen Daten. Neben den Informationen zur automatisierten Fertigung lassen sich über direkte Schnittstellen in ERP-Systeme auch Bestellungen automatisiert auslösen.
Das Eplan Data Portal bietet hierbei die Basis für den Engineering-Prozess.
Über das Portal hat man direkten Zugriff auf die Gerätedaten zahlreicher Komponentenhersteller, u.a. auch auf die Schaltschrank-, Stromverteilungs- und Klimatisierungslösungen von Rittal. Die Planung mit Rittal Systemlösungen ist besonders effizient, da Rittal maximale Datenqualität sicherstellt sowie in Eplan integrierte Konfiguratoren bereitstellt, die helfen die Planung zu verifizieren und zu optimieren. Als Ergebnis Ihrer Planung entsteht zum Schluss der digitale Zwilling bzw. der virtuelle Prototyp.
Im weiteren Verlauf unterstützt Rittal alle Prozessschritte in der Schaltschrankfertigung durch ein umfassendes Lösungsportfolio. Zum einen ermöglichen die Schaltschrank-, Stromverteilungs- und Klimatisierungslösungen von Rittal dank des abgestimmten Systemgedankens zeitsparende Montage in der Fertigung, maximale Flexibilität dank eines umfangreichen Zubehörprogramms, maximale Sicherheit dank geprüfter Produktqualität sowie maximale Energieeffizienz im Bereich Klimatisierung.
Darüber hinaus bietet Rittal Ihnen verschiedene Maschinen, die Ihre Arbeitsschritte im Bereich der mechanischen Bearbeitung von Schränken, Stromschienen, Kabelkanälen und Tragschienen sowie im Bereich der Klemmenbestückung automatisieren. Auch hier profitiert der Kunde wieder vom digitalen Zwilling, der alle für die Bearbeitung notwendigen Daten enthält und über entsprechende Schnittstellen in Eplan an die Maschinen überträgt.
Um die Prozesskette zu vervollständigen, stehen auch Verdrahtungslösungen wie Eplan Smart Wiring zur Verfügung. Eplan Smart Wiring visualisiert die Verdrahtung und stellt sämtliche Daten für die Verdrahtung in 100 Prozent digitaler Form bereit. Anwender können softwareunterstützt Verdrahtungsschritte abarbeiten und profitieren von einer deutlich sinkenden Fehlerquote sowie einer erheblichen Zeitersparnis. Dies gilt insbesondere für Last-Minute-Änderungen, da die Software den teils aufwendigen Projektvergleich von neuem Soll- und aktuellem Ist-Zustand übernimmt. Rückmeldungen aus der Fertigung direkt zur Auftragssteuerung oder ins Engineering sind weitere Merkmale eines durchgängigen digitalen Workflows.
Zuletzt unterstützt EPLAN View die Dokumentation, Inbetriebnahme und die Wartung vor Ort beim Endkunden. Ebenso bietet Rittal für Ihre Kunden Wartung und Service für Klimageräte an.
Der virtuelle Prototyp verbindet damit sämtliche Prozessschritte entlang des Produktlebenszyklus eines Schaltschrankes durchgängig – von der Elektroprojektierung bis zum Service.